10 einfache Tipps für mehr Nachhaltigkeit auf Reisen

In einem meiner letzten Posts habe ich euch ja bereits ein paar Tipps gegeben, wie man ganz leicht mehr Nachhaltigkeit in seinen Alltag einbauen kann. Da der Artikel so viele Klicks wie schon lange nicht mehr bekommen hat, gehe ich davon aus, dass euch dieses Thema interessiert. Das ist super und ich freue mich sehr darüber, denn auch ich versuche mich schon lange intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Viele denken, dass Nachhaltigkeit bedeutet, dass man auf tausende Dinge verzichten muss und denken, dass es kompliziert sei, Nachhaltigkeit in den Alltag einzubauen. Das ist es aber ganz und gar nicht, denn Nachhaltigkeit beginnt schon bei winzig kleinen Veränderungen in unserem alltäglichen Leben, die uns nach ein paar Tagen oder Wochen gar nicht mehr auffallen.

Genauso einfach ist es auch beim Reisen. Wie ihr auf euren nächsten Reisen mehr Nachhaltigkeit etabliert, habe ich euch heute in 15 nützlichen Tipps zusammengefasst. Ich wette ihr seid überrascht sein, wie einfach das eigentlich ist!

10 einfache Nachhaltigkeit-Tipps: So reist du nachhaltig und umweltbewusst

 

Tipp 1 – Online Tickets 

Immer wieder, wenn ich beim Check-in am Flughafen stehe, bin ich überrascht, wie viele Menschen ihre Tickets ausdrucken und in einer Klarsichthülle mit sich herumtragen – und das in jedem Alter! Heutzutage hat so gut wie jeder ein Smartphone und oftmals wird die Bordkarte automatisch per Mail verschickt. Die Tickets auszudrucken kostet a) mehr Zeit, ist b) nicht umweltfreundlich und benötigt c) mehr Platz. Wenn du deine Bordkarte auf dein Smartphone lädst, bekommst du außerdem auch Benachrichtigungen, wenn sich das Gate ändert oder dein Flug sich verspätet. In jeder Hinsicht also eine tolle Sache, die Papier und Nerven spart!

Tipp 2 – Reise digital!

Jetzt Mal ganz ehrlich: Landkarten- oder Stadtpläne landen nach dem Trip meistens im Schrank oder im Müll. Versuche bei deiner nächsten Reise doch einfach ganz darauf zu verzichten und setze lieber auf die Offline-Karten von Google Maps. Das geht ganz einfach: Tippe „ok maps“ in die Google Maps Suchleiste und der angezeigte Bereich kann heruntergeladen und auch offline verwendet werden! Total praktisch und einer meiner liebsten Travel Hacks. Falls dir das nicht ausreicht, oder du vielleicht eine längere Rundreise machst, kannst du dir auch einfach eine lokale Sim Karte mit Internet besorgen. 

Tipp 3 – Kaufe Reiseführer Second-Hand

Mittlerweile gibt es zu fast jedem Ort auf dieser Welt einen Online-Reiseführer. Ich als Buch-Liebhaber kann allerdings absolut nachvollziehen, dass es viel schöner ist, in einem echten Reiseführer zu blättern. Daher kaufe ich meine Reiseführer alle Second-Hand. Da Reiseführer nach dem Urlaub normalerweise sowieso im Regal landen, gibt es mittlerweile auch sehr viele aktuelle Reiseführer, da viele Menschen sie sofort auf Amazon oder eBay stellen, sobald sie aus dem Urlaub zurück sind. Eine super Sache wie ich finde, denn so kann man Second-Hand kaufen, ohne auf die aktuellste Version verzichten zu müssen. Mal abgesehen vom Umweltaspekt, ist es auch viel günstiger, gebrauchte Reisführer zu kaufen. 

Tipp 4 – Setze auf lokale Anbieter!

Unterstütze während deiner Reisen kleine, lokale Anbieter wie zum Beispiel Hotels, Restaurants und Läden. Meide Großkonzerne, Fast Food Ketten und kaufe deine Souvenirs lieber bei lokalen Anbietern, die vieles davon selbst herstellen. Gerade in Bali ist das total leicht: hier gibt es, zumindest in vielen Orten, kaum Großkonzerne oder Ketten. Die Restaurants sind alle individuell gestaltet und beziehen ihre Lebensmittel von lokalen Farmen. Nebenbei bemerkt ist das Essen bei den Locals auch viel frischer und gesünder! Wir waren im Urlaub in einigen Cafés und Restaurants, die ihr Gemüse und Obst direkt aus dem eigenen Garten beziehen – da schmeckt der Salat oder die Fruit Bowl gleich doppelt so gut! 

Tipp 5 – Buche mehr Eco Hotels- und Unterkünfte

Das geht natürlich nicht immer, denn nicht überall ist die Dichte so hoch, wie z.B. in Bali. Aber ich muss sagen, dass ich wirklich erstaunt bin, wie viele Hotels und Unterkünfte es mittlerweile gibt, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen. In Bali haben wir zum Beispiel ausschließlich in Unterkünften gewohnt, die auf Nachhaltigkeit achten, wie zum Beispiel auch der JungleRoom in Canggu. Auf der Seite Green Pearls findest du eine große Auswahl an verschiedenen, nachhaltigen Hotels die oft eine super schöne und inspirierende Philosophie haben. 

Tipp 6 – Entdecke auch nahe Reiseziele

Auch wenn ich es liebe, in ferne Länder zu reisen, möchte ich auch gerne nähere Ziele entdecken. Hier in Berlin sind wir zum Beispiel super schnell an der Ostsee, von meinen Eltern aus sind es nur ein paar Stündchen bis nach Österreich und auch Italien und Kroatien sind mit Zwischenstopps sogar gut mit dem Auto erreichbar. Europa hat so viele tolle Reiseziele und ich habe eine ewig lange Bucket List. Ganz oben steht übrigens ein Roadtrip durch Italien und ein Besuch in der Provence!

Tipp 7 – Verzichte auf Plastik!

Ob im Supermarkt die Plastiktüten oder im Restaurant die Strohhalme. Sag „Nein“ zu Plastik. Bei der Bestellung im Café einfach freundlich darauf hinweisen, dass du keinen Plastikstrohhalm haben möchtest. Für deine Einkäufe kannst du dir einfach einen Jutebeutel mitnehmen, der ist auf Reisen sowieso total praktisch. Ich finde es übrigens immer wieder erschreckend, dass die Verkäufer in Bali oder auch Thailand wirklich alles in Plastiktüten packen, selbst, wenn man nur eine einzige Frucht kauft.

Tipp 8 – Klimaanlage nachhaltig nutzen

Ein großer Dorn im Auge des nachhaltigen Reisens ist die Klimaanlage. Es gibt natürlich die Möglichkeit das Ding ganz auszulassen, das wäre sicherlich die nachhaltigste Option – doch bleiben wir mal realistisch: bei 32 Grad Raumtemperatur ist es machmal einfach nicht möglich, die Klimaanlage ganz auszumachen. Was man allerdings tun kann ist, sie sinnvoll einzusetzen. Damit meine ich: Klimaanlage aus sobald man die Unterkunft verlässt, Fenster schließen, wenn die Klimaanlage läuft und die Eco-Einstellung nutzen, die mittlerweile fast jede Klimaanlage hat. 

Tipp 9 – Gehe respektvoll mit der Natur um

Gerade im Strandurlaub ist Schnorcheln ein großes Thema. Leider gehen nicht alle gut mit unserer so bedrohten Unterwasserwelt um. Ich war wirklich geschockt, als wir in Thailand gesehen haben, wie ein Boot auf die Korallenriffe gefahren ist, nur damit die Touristen nicht ins Wasser springen müssen. Am Ende sind ca. 30 Menschen auf den vorm Aussterben bedrohten Korallenriffen gelaufen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was das für eine enorme Auswirkung hat. Auch Elefanten- und Tiger-Touren findet man, vor allem im asiatischen Raum, en masse. Unbedingt meiden, denn das ist Tierquälerei – schaut euch lieber nach den Auffangstationen um, die Affen, Elefanten und andere Tiere vor diesem Schicksal retten. 

Tipp 10 – Get in touch with the locals!

Versuch auf deiner Reise in Kontakt mit den Locals zu kommen. Es ist nicht nur super interessant und inspirierend sich mit Menschen aus einer anderen Kultur zu unterhalten, meistens springen dabei noch die besten Geheimtipps raus. Lerne vor der Reise ein paar Wörter auf der Sprache wie zum Beispiel Hallo, Danke, Bitte, Tschüss etc. Es ist immer toll sich mit anderen Menschen auszutauschen, in Kontakt zu kommen und mehr über das Land und die Kultur zu lernen. In Thailand haben wir durch Zufall einen Mönch getroffen, der uns mehr über das Leben im Tempel erzählt hat – wahnsinnig interessant und definitiv etwas, was einem nach der Reise im Gedächtnis bleibt!

 

Ich hoffe meine Tipps zum Thema nachhaltig Reisen gefallen dir. Falls du noch etwas ergänzen möchtest, hinterlasse mir gerne ein Kommentar 🙂

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2 Comments

  • Reply
    Ewa Macherowska
    3. Juli 2017 at 16:51

    Nice tips hun! 😉

    http://www.evdaily.blogspot.com

  • Reply
    jana
    26. August 2017 at 19:16

    Tolle Tipps! Diese Liebe zum Analogen bei solchen Dinge verstehe ich auch nicht. Das Smartphone habe ich immer griffbereit, da macht es doch Sinn, wenn Karten und Tickets auch dadrauf sind und ich nicht Papier mit mir rumschleppen muss. Zumal ich bei Zetteln immer Angst habe, dass sie verloren gehen.